Jul
6
Ford P6
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Die Modelle Ford 12m/15m der Baureihe P6 (= Projekt 6, d.h. das 6. Fahrzeug-Projekt von Ford seit dem Ende des 2. Weltkriegs) wurden von September 1966 bis August 1970 in 3 Serien in einer Stückzahl von ca. 670.000 Exemplaren (davon ca. 385.000 12m sowie ca. 285.000 15m) produziert.
Die 1. Serie lief bis August 1967 und erhielt im darauf folgenden September einige technische Veränderungen/Verbesserungen sowie eine Überarbeitung von Innenausstattung und Armaturenträger. Diese nunmehr 2. Serie lief bis August 1968 und wurde dann nochmals in der Ausstattung modifiziert/aufgewertet. Diese 3. Serie lief dann im August 1970 aus und wurde durch den Ford Taunus (TC), den sogenannten “Knudsen-Taunus”, abgelöst.
Die Baureihe P6 selbst löste ab September 1966 den 12m der Baureihe Ford Taunus P4 (September 1962 bis August 1966) ab, von dem sie das technische Layout (V4-Motor, Frontantrieb) übernahm.
12m und 15m unterschieden sich äußerlich u.a. durch verschiedene Kühlergrills, sowie unterschiedliche Scheinwerfer (Rundscheinwerfer beim 12m, Rechteckscheinwerfer beim 15m) und Rückleuchten (Tropfenform beim 12m, Rechteckform beim 15m). Innen unterschieden sich die beiden Modelle durch eine Vielzahl von Ausstattungsdetails.
Dafür wurde die bisherige, vom jeweiligen Hubraum abhängige, Modellbezeichnung aufgegeben, so dass während des Produktionsverlaufs beispielsweise der 1,7-Liter-Motor auch für den 12m erhältlich war. Die Typenbezeichnung ließ also nicht mehr zwingend Rückschlüsse auf die Motorisierung zu.
Die V4-Ottomotoren gab es in verschiedenen Ausführungen:
- 1,2 Liter 45 PS (LC- bzw. N-Motor - nur 1967-1968)
- 1,3 Liter 50 PS (LC- bzw. N-Motor)
- 1,3 Liter 53 PS (HC- bzw. S-Motor - nur 1967-1968)
- 1,5 Liter 55 PS (LC- bzw. N-Motor)
- 1,5 Liter 65 PS (HC- bzw. S-Motor)
- 1,7 Liter 70 PS (HC- bzw. S-Motor - 75 PS ab September 1968)
Es gab 2- und 4-türige Limousinen, einen 3-türigen Kombi “Turnier”, einen 3-türigen Kastenwagen (nur 12m) und ein Coupé.
Das Topmodell der Baureihe P6 stellte der 15m RS (= Rallye Sport) dar der, so wie viele RS- oder SR-Fahrzeuge aus dieser Zeit, bei Liebhabern heute die begehrteste Modellvariante darstellt (besonders als Coupé).
Zudem gelten diese, im Herbst 1967 auf dem Autosalon in Genf erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten, RS-Modelle als Urahn von Fords heute noch immer existierender “Formel RS”.
Die 15m RS-Modelle wurden (ausschließlich mit Mittelschaltung) ab März 1968 zum Kauf angeboten und ab September 1968 bis zum August 1970 durch die 2. RS-Serie ersetzt.
Die 1. RS-Serie wurde zunächst nur als zweitürige Limousine und Coupé gefertigt, die 2. RS-Serie war später auch als Viertürer erhältlich.
Die beiden RS-Serien unterschieden sich u.a. in der Anzahl der Rundinstrumente im Armaturenbrett (1. Serie = 2 Instrumente, 2. Serie = 3 Instrumente) oder beim Lenkrad (1. Serie = gelochtes Dreispeichen-Lenkrad mit kleiner ungepolsterter Nabe, 2. Serie = verkleidetes Dreispeichen-Lenkrad mit großem Pralltopf).
Beide RS-Versionen besaßen jeweils zusätzlich einen Drehzahlmesser im Armaturenbrett sowie 4 Zusatz-Rundinstrumente in der Mittelkonsole, 2 Halogen-Zusatzscheinwerfer im Kühlergrill und waren optional u.a. mit RECARO-Schalenruhesitzen, verchromten (statt lackierten) Stahlfelgen oder einem Stahlkurbeldach erhältlich.
Die RS-Modelle der 1. Serie wurden nur in silbergraumetallic oder rot ausgeliefert - die Fahrzeuge der 2. RS-Serie waren zusätzlich noch in 8 weiteren Uni- und Metallicfarben erhältlich.
In Verbindung mit den Lackfarben silbermetallic und rot besaßen die Fahrzeuge im Regelfall die zeittypische “Rallye-Lackierung” in Form umlaufender schwarzer Streifen in den Vertiefungen (Sicken) der Fahrzeugflanken oder der schwarz lackierten Verstärkung auf der Motorhaube - bei silbernen oder roten Fahrzeugen der 2. RS-Serie war vereinzelt, neben der kompletten (obligatorisch schwarzen) Innenausstattung, auch der Fahrzeughimmel schwarz.
Alle RS-Modelle verfügten serienmäßig über den 1,7-Liter-Motor mit zunächst 70 PS (Bremskraftverstärker auf Wunsch) - ab September 1968 dann über 75 PS (Bremskraftverstärker serienmäßig).
Ab 1967 wurde, wie bei der neuen Baureihe P7, auf die Typenbezeichnung “Taunus” verzichtet.
Die P6-Baureihe ist die einzige P-Baureihe von Ford, von der es nie einen Cabrio-Umbau gab.
Das “M” in der Modellbezeichnung steht (inoffiziell) für “Meisterstück”.
Weblinks
Private 15M-Seite
Jul
5
Azyklische Verbindung
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Als
Einfachste Vertreter sind die n-Alkane.
Falls Ringe im Molekül vorhanden sind, spricht man von cyclischen Verbindungen.
Jul
5
Lengwe-Nationalpark
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Der Lengwe-Nationalpark ist eines der kleineren Tierschutzgebiete in Malawi bei Chikwawa.
Er umfasst im Wesentlichen flache Grassavannen mit Antilopen (Nyala, Buschbock, Kudu, Hartebeest, Impala), Büffeln, Leoparden und Löwen. Der Park ist zwar mit befahrbaren Feldwegen durchzogen, doch touristisch nicht erschlossen. In der Regenzeit ist der Lengwe-Nationalpark geschlossen, denn der weiche, schlammige Boden ist für Autos ungeeignet.
Siehe auch
- Nationalparks in Malawi
Jul
5
Rückführungsabkommen
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Ein Rückführungsabkommen oder Rücknahmeabkommen ist ein völkerrechtlicher Vertrag zwischen zwei Ländern, der die Rückführung, also die Abschiebung oder Ausweisung von illegalen Einwanderern zwischen zwei Ländern regelt.
Deutschland hat eine Vielzahl von unterschiedlichen Rückführungsabkommen. Durch das Schengener Abkommen fielen einige der Rückführungsabkommen weg.
Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Rückführungsabkommen zwischen Spanien und Italien. Während Spanien (vgl. Ceuta) über keine Rückführungsabkommen verfügt, kann Italien illegale Einwanderer wieder ausweisen, wenn kein Grund zum Asyl besteht.
Siehe auch: Abschiebehaft
Jul
4
Haldex
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Haldex ist ein schwedisches Unternehmen, welches als Zulieferer für die Automobilindustrie weltweit tätig ist.
Haldex fertigt Brems-, Hydraulik-, Traktionssysteme sowie Federstahldrähte (Garphyttan) für zahlreiche Fahrzeughersteller. Das wohl bekannteste Produkt der Firma Haldex ist die in Kooperation mit Volkswagen entwickelte Haldex-Kupplung, die in den Allradsystemen 4Motion von Volkswagen und quattro von Audi eingesetzt wird.
Die Sparte Haldex Garphyttan ist seit 1927 Produzent von ölschluß-
vergüteten Ventilfederstahldrähten, nichtrostenden Drähten sowie Flach und Profildrähten für die Zulieferer der Automobilindustrie.
Weblinks
- Unternehmenshomepage
- Sparte Garphyttan
- Garphyttan Deutschland
Jul
4
Sicherheitsanalyse
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Die Sicherheitsanalyse ist Teil der Tätigkeiten im Rahmen des Sicherheitsmanagements in einer Organisation oder einem Unternehmen. Ziel der Sicherheitsanalyse ist es, Bedrohungen zu erkennen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial einzuschätzen und daraus das Risiko für die Organisation abzuschätzen.
Dieses Vorgehen ist nur schwer zu formalisieren, es ist in Teilbereichen jedoch versucht worden, eine Standardisierung, beispielsweise im Rahmen des Standards ISO 17799, zu erreichen.
Mittel der Sicherheitsanalyse sind sowohl technischer Art (darunter Vulnerability Scan und Penetrationstest), als auch prozessorientierter Art (Gespräche mit verantwortlichem Personal oder Datenschützern, Dokumentationsanalysen oder Geschäftsprozessanalyse).
Die Ergebnisse einer Sicherheitsanalyse sollten sich in der Empfehlung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung der IT-Sicherheit niederschlagen.
Weblinks
- Sicherheitsanalyse Verfahren z.B. FTA ,Ereignisbaumanalyse (ETA) , FMEA, …
Jul
2
Ökosozialprodukt
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Ökosozialprodukt ist ein politisches Schlagwort, in Anlehnung an das Bruttosozialprodukt. Die “defensiven Kosten”, d.h. Ausgaben zur Behebung der negativen Folgen wirtschaftlichen Wachstums, machen einen immer größeren Anteil am Bruttosozialprodukt (BSP) aus.
Kritiker dieser quantitativen Berechnung des BSP fordern deshalb eine Berücksichtigung der defensiven Kosten und eine positive Bewertung von umweltschonendem Wirtschaften in einem “Ökosozialprodukt”.
Beispiel
Der steigende LKW-Verkehr auf den Straßen macht Menschen krank durch Lärm und Abgase. Die Gesundheitskosten steigen. Diese externen Kosten werden nicht dem Verursacher auferlegt (internalisiert), sondern der Allgemeinheit (den Krankenkassen). Das aufgewendete Geld steht dem Konsum nicht mehr zur Verfügung. Diese Nebeneffekte des Güterverkehrs sind negativ für die Wirtschaft.
Immer mehr Autos auf den Straßen erfordern immer mehr Straßen und Parkplätze. Dieses Anwachsen des Automobilmarktes hat aber auch immer mehr Unfälle zur Folge (statistisch f. d. BRD falsch). In unserem quantitativ berechneten BSP wird der Verkauf von Autos, das Bauen neuer Straßen, aber auch die Behandlung von Unfallopfern und auch Beerdigung von Unfalltoten berücksichtigt und als positiver, wirtschaftlicher Faktor bewertet. Das BSP steigt. Nicht berücksichtigt wird, dass die Produktion, wie auch die Entsorgung der Autos Umweltresourcen verbraucht und die Straßen ebenfalls negative Folgen für die Umwelt haben. Diese Folgen sollen im Ökosozialprodukt erfasst werden.
siehe auch: Ökobilanz
Jul
2
Gartenwalze
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Eine Gartenwalze ist eine kleine Walze (etwa 50 kg schwer) um Unebenheiten im Boden zu beseitigen. Sie wird meistens zur Grassaat verwendet, damit der Boden anschließend verdichtet und der Samen nicht sofort von Vögeln gefressen wird.
Die Walze wird mit Hilfe eines langen Griffs gezogen oder geschoben und kann zumeist mit Wasser (etwa 50 kg) oder Sand (bis 120 kg) befüllt werden und einen höheren Anpressdruck zu erreichen.
Jul
2
Reliance Industries
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Die Reliance Industries Limited ist Indiens größtes privates Unternehmen. Die Firma ist im Finanzindes SENSEX 30 gelistet. Reliance Industries wurde in den 1970er Jahren von Dhirubhai Ambani gegründet.
Die Hauptgeschäftsfelder von Reliance sind die Petrochemie und Textilien (unter dem Markennamen „Vimal“).
Der Vorstandsvorsitzende von Reliance ist heute der Sohn des Firmengründers, Mukesh Ambani.
Das Unternehmen Reliance Industries gehört nicht zu dem Konzern Anil Dhirubhai Ambani Group.
Weblinks
- Reliance Homepage (englisch)
Jul
1
Peter Steiner (Cool Man)
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Peter „Cool Man“ Steiner (* 22. Januar 1917) ist ein Schweizer, der in den 90er Jahren als Werbeträger „Cool Man“ Berühmtheit erlangte, in bereits fortgeschrittenem Alter und mit seinem Bart als Markenzeichen.
Seine ersten Singles “It’s cool man”, die Anfang 1995 veröffentlicht wurde, und “Geierwally” verkauften sich über 1 Million Mal, Steiner spielte in der Schweiz und Deutschland je eine goldene CD ein.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Steiner ist Vater von zehn Kindern und Grossvater von neun Enkeln. Seine Kinder heissen Mario, Bernadetta, Arno, Andrin, Urs (Dirigent des San Franciscoer Symphonieorchesters „Sinfonietta“), Rea, Rita, Irene, Silvio und Patrik. Seine Frau Katharina ist zugleich seine Managerin. Sein grösstes Hobby ist das Besuchen von Viehausstellungen.
Steiner warb ab 1993 in Fernsehwerbungen als typischer schweizer „Almöhi“ für „Milka-Fresh“-Schokolade.
Der Werbespot begann mit „Ah - ein Stadtmensch! Sie glauben wohl auch, dass wir hier oben etwas altmodisch sind. Aber das stimmt nicht. …“ und endete mit dem Satz „Aber Vorsicht: It’s cool, man!“
Als dieser Werbespot Kultstatus erreichte, wurde 1995 aus dem von Steiner gesprochenen Werbetext ein Techno-Remix erstellt. Die Single erschien unter der Interpretenbezeichnung „XXL feat. Peter ‘Cool Man’ Steiner“ und dem Titel „It’s Cool Man“.
Das Lied begann mit Steiners Zeilen „Ah - ein Stadtmensch …. / Sie glauben wohl auch, dass wir hier oben etwas altmodisch sind …. / Aber Vorsicht, das stimmt nicht: It’s cool man!“. Das “It’s cool man!” wurde während des Lieds immer wieder gesampelt.
Steiner hatte damals Autogrammstunden und u.a. die Schweizer Illustrierte widmete ihm eine Reportage. Als er 2007 seinen 90. Geburtstag feierte, erhielt er Glückwünsche von u.a. UNO-Sonderbotschafter Adolf Ogi und Ex- Boxer Stefan Angehrn. Früher wohnte Steiner in San Bernardino, heute lebt er in Walenstadt SG.
Singles
- Geierwally (mit „XXL“)
- It’s Cool Man (mit „XXL“)
- „Sie Will Nur Mich“, 1999, Ewoton
- “Oh You Fröhliche”
- “Von den Bergen tönt es so”
- «Nur ein Kuss» Text: Günter Pichler
Alben
- “Ah - ein Stadtmensch”
Weblinks
- Hörprobe von “It’s cool man” auf musicservice-zh.com
- Steiner als Tourismus-Werbeträger für Schiers
- Text von NUR EIN KUSS auf der website von gpmusic - Günter Pichler
Jul
1
Sietwende
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Eine Sietwende ist ein niedriger Deich, der im Binnenland und meistens zwischen den Gemarkungen zweier Orte liegt, um zu verhindern, dass das Wasser nach einem weiter entfernten Deichbruch sozusagen von hinten ins Land fließt. Sietwenden sind besonders an der Unterelbe häufig.
Siethwende ist zusätzlich der Name eines Ortsteils der Gemeinde Sommerland im Kreis Steinburg im Süden von Schleswig-Holstein.
Jun
29
Tonsatz
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Der Begriff Tonsatz oder einfach Satz bezeichnet in der Musiktheorie das Anordnen (Setzen) der Töne bzw. Noten in mehrstimmigen Werken der Musik. Beispiel: Das Einrichten der mehrstimmigen Version einer Melodie bezeichnet man als mehrstimmigen Satz. Tonsatz ist somit ein handwerklicher Aspekt von Komposition (Musik) und Arrangement; in dieser Eigenschaft ist er Bestandteil eines Musikstudiums.
Traditionelle Tonsatzlehren unterscheiden in der Hauptsache monodische, heterophone, homophone und polyphone Satztechniken.
Spezielle Satztypen sind u. a.
- Vierstimmiger Satz
- Fuge
- Kanon
Aufgrund einer bestimmten Besetzung werden ferner Vokal-, Lied-, Chor-, Instrumental-, Streichquartett-, Orchester- und viele andere Sätze unterschieden, die die jeweiligen klanglichen und spieltechnischen Besonderheiten berücksichtigen.
Jun
29
Werkstückträger
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Ein Werkstückträger (oft abgekürzt “WT”) ist ein Träger, auf dem ein oder mehrere Werkstücke befestigt sind, um sie von einem Werkstückförderer entlang einer Fertigungslinie durch mehrere Fertigungsstationen zu transportieren. Wenn möglich wird das Werkstück direkt auf dem WT von Robotern oder auch Arbeitern bearbeitet. Es gibt einfache WTs, die im Prinzip nur eine quadratische Platte gleichen und von einem Band oder einer Kette angetrieben werden, bis hin zu Werkstückträgern mit Eigenantrieb und Informationssystemen an Board. Da allerdings meist große Mengen an WTs gebraucht werden, werden billige Varianten bevorzugt und oft auch mehrere Werkstücke auf einem WT angebracht.
Jun
29
Der deutsche Straßenverkehr
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Die Autozeitschrift Der deutsche Straßenverkehr erschien erstmals 1953 in der DDR. Neben Fahrberichten über DDR- und BRD-Autos gab es Reiseempfehlungen, Reparaturanleitungen und Berichte zu Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht.
Noch heute erscheint die Zeitschrift als “AUTOStraßenverkehr” 14-täglich im Verlag “Vereinigte Motor-Verlage”.
Jun
27
Proslogion
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Das Werk Proslogion (um 1080) von Anselm von Canterbury erlangte philosophiegeschichtlich Bedeutung, da es den ersten ontologischen Gottesbeweis enthält.
Inhaltsverzeichnis |
Der ontologische Gottesbeweis
Anselm will in den Kapiteln II-IV des Proslogion die Existenz Gottes aufzeigen.
Einleitung
Seinen Gottesbeweis kleidet Anselm in ein Gebet. Er beginnt mit einem Bittgebet, Gott möge ihm die nötige Erkenntnis für sein Vorhaben schenken. Wie diese Einkleidung zu werten ist, ist kontrovers. Hin und wieder wird Anselm auch deswegen eine glaubenswissenschaftliche Position (siehe intellectus fidei) zugeschrieben, welche betont: Verstehen einer Glaubenswahrheit ist nur aus dem Glauben möglich. Anders akzentuiert betonen einige Interpreten die autonome Stellung der Vernunft in der Durchdringung sämtlicher Glaubenswahrheiten.
Entsprechend wird nicht nur kontrovers diskutiert, ob und unter welchen Prämissen seine Ausführungen schlüssig, sondern auch, ob sie als streng logischer Beweis beabsichtigt sind.
Argumentation
Zentral für die Argumentation ist Anselms Gottesbegriff: Gott sei “das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann” (”id, quo nihil maius cogitari potest”).
Anselm entfaltet seine Argumentation in drei Schritten. Er möchte einen fiktiven Tor widerlegen, der in seinem Herzen spricht, es gebe keinen Gott. Zunächst führt Anselm aus, dass auch ein Tor, der die Existenz Gottes leugne, zugeben müsse, dass, wenn er den vorgelegten Gottesbegriff verstehe, dieser in seinem Verstand existiere (esse in intellectu), da alles, was verstanden werde, im Verstand sei.
Im zweiten Schritt argumentiert Anselm wie folgt: Das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, könne nicht nur im Verstand existieren, da sonst gedacht werden könne, dass es auch in Wirklichkeit existiere (esse in re), was größer wäre. Das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, wäre dann nicht das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann. Daraus folgert Anselm, dass das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, auch in Wirklichkeit existieren muss.
Im dritten Argumentationsschritt stellt Anselm die These auf, dass von dem, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, nicht einmal gedacht werden könne, es existiere nicht. Es könne nämlich gedacht werden, dass etwas existiert, das als nicht existierend nicht gedacht werden kann. Das aber wäre größer als etwas, von dem gedacht werden kann, dass es nicht existiert.
Schluss
Nachdem Anselm seine Argumente dafür dargelegt hat, dass das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, nicht nur existiert, sondern notwendig existiert, folgt ein Zwischengebet, in dem er das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann, mit Gott identifiziert.
Seinen Gottesbeweis schließt Anselm mit einem Dankgebet.
Kritik
Ein Gegenargument zu Anselms Gottesbeweis wurde bereits zu seinen Lebzeiten vom Mönch Gaunilo von Marmoutiers vorgelegt. Zu den Implikationen eines Begriffs könne nicht die Existenz der damit bezeichneten Sache gehören. Sonst könnte jemand auch etwa den Begriff einer vollkommenen Insel bilden und in Analogie zu Anselms Beweis folgern, dass deren Vortrefflichkeit ihre Existenz beweise – was offensichtlich absurd wäre. Anselm begegnete diesem Einwand damit, dass seine Argumentation einzig auf den Begriff dessen, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, anwendbar sei.
Ein zweites Gegenargument bezieht sich darauf, dass Anselm die Höherwertigkeit von notwendigem gegenüber kontingentem bzw. von wirklichem gegenüber nur gedachtem Sein unbegründet voraussetze.
Ein drittes Gegenargument verneint, dass es das, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, geben könne, da zu jedem Größeren immer noch etwas Größeres gedacht werden könne.
Darauf lässt sich im Sinne Anselms antworten, dass das, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, nicht als das „denkbar Größte“ oder „größte Denkbare“ missverstanden werden darf, sondern größer ist als alles, was gedacht werden kann. So bekennt Anselm im Kapitel XV des Proslogion: „Herr, Du bist also nicht nur, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, sondern etwas Größeres, als gedacht werden kann.“
Zur Kritik Kants am ontologischen Argument siehe Gottesbeweis.
Quellen und Literatur
Textausgaben
- Proslogion: lateinisch/deutsch. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Robert Theis. Stuttgart: Reclam 2005, ISBN 3-15-018336-7
- Proslogion: Untersuchungen. Lat.-dt. Ausg. hg. von Franciscus Salesius Schmitt. Stuttgart- Bad Cannstatt: Frommann-Holzboog 31995, ISBN 3-7728-0010-6
- Proslogion, lat. Text und Übersetzung der Kap. 2-4 in: Hansjürgen Verweyen, Nach Gott fragen: Anselms Gottesbegriff als Anleitung, Essen: Ludgerus 1978, S. 90ff. Online-Text
- Opera omnia. Hg. v. Franciscus Salesius Schmitt. Seckau u.a. 1938-1961, ergänzter Neudruck 1984, ISBN 3-7728-0011-4 Bd. 1, S. 89-139.
Literatur
- Hansjürgen Verweyen: Nach Gott fragen: Anselms Gottesbegriff als Anleitung, Essen: Ludgerus 1978 (Christliche Strukturen in der modernen Welt. Hg. v. Wilhelm Plöger; 23). Online-Ausgabe
- Christoph Asmuth: “Proslogion (lat., Anrede)”. In: Michael Eckert u.a. (Hgg.): Lexikon der theologischen Werke. Stuttgart: Kröner 2003 ISBN 3-520-49301-2, S. 600
- Burkhard Mojsisch: Anselm von Canterbury. Gottesbeweise. In: Theo Kobusch (Hrsg.): Philosophen des Mittelalters. Eine Einführung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2000, S. 42-53.
- Klaus Riesenhuber: Die Selbsttranszendenz des Denkens zum Sein. Intentionalitätsanalyse als Gottesbeweis in “Proslogion”, Kap.2, in: Beckmann, Jan P., u.a. (Hrsg.): Philosophie im Mittelalter. Entwicklungslinien und Paradigmen, Hamburg 1987, 39-59.
- Gangolf Schrimpf: Anselm von Canterbury, Proslogion II - IV. Gottesbeweis oder Widerlegung des Toren? Knecht. Frankfurt am Main 1994.
- Harald Schöndorf: Ist der ontologische Gottesbeweis ein Fehlschluß? in: Doré, Joseph / Théobald, Christoph (Hrsg.): Penser la foi. Recherches en théologie aujourd’hui. Mélanges offerts à Joseph Moingt. Paris 1993, 991-1003.
Weblinks
- Bibliotheca Augustana: Proslogion, Capitula I - XXVI (lat.)
- Dt. Übersetzung: Proslogion, Kapitel II - IV
- Übersicht: Ontological Arguments (engl.)
Jun
26
Nitrolon
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Nitrolon ist der geschützte Name eines proprietären Aramid-Verbundpolymers der hauptsächlich für Gehäuse eingesetzt wird. Das Material ist korrosionsbeständig, nichtleitend und lässt sich auch bei niedrigen Temperaturen angenehm anfassen. Nitrolon stammt aus der Militärtechnik und soll laut Hersteller Stöße besser als Aluminium absorbieren.
Weblinks
- Surefire: Hersteller von Taschenlampen aus Nitrolon
Jun
25
Aqtöbe (Gebiet)
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Aqtöbe ist eines von 14 Gebieten, in die Kasachstan unterteilt ist. Seine Hauptstadt ist die Stadt Aqtöbe. Zwischen der Stadt Aqtöbe und der Stadt Sehnde in der Region Hannover, Niedersachsen, Deutschland besteht seit den Neunzigerjahren eine Städtepartnerschaft, die durch mehrere Austauschprogramme gefestigt wurde.
Weblinks
- Offizielle Seite (in Kasachisch und Russisch)
Jun
24
Electronic Design Automation
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Electronic Design Automation (EDA) ist ein Teilgebiet des Computer Aided Design (CAD) bzw. des Computer Aided Engineering (CAE) oder der Entwurfsautomatisierung in der Elektronik und Mikroelektronik/Nanoelektronik. Es wird häufig auch als ECAD (Electronic CAD) bezeichnet.
Dazu gehören alle rechnergestützten Hilfsmittel für den Entwurf und die Entwicklung verschiedener elektronischer Systeme auf unterschiedlichen Ebenen:
- Chipentwurf, d. h. die Entwicklung (Design) von Integrierten Schaltkreisen;
- Leiterplattenentwurf (Platinen-Layout, engl. PCB design) inkl. Leiterplattenentflechtung, d. h. Entwurf eines Schaltungträgers für diskrete Bauelemente;
- Entwurf von Multichipmodulen (MCM) und Packaging- bzw. SiP-Design.
Die Entwurfs-Automatisierung für die Mikroelektronik wurde in Deutschland in den 80er Jahren in die Hochschul-Kurrikula eingeführt im Rahmen des E.I.S.-Projekt.
Weblinks
- EDA
Jun
23
Rockoon
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Ein Rockoon (engl. aus Rocket und Balloon) besteht aus einer von einem gasgefüllten Ballon in die Hochatmosphäre getragenen und aus praktischen Gründen meist mit Feststoffantrieb ausgerüsteten Rakete. Diese wird, wenn der Ballon seine Maximalhöhe erreicht hat, gezündet und vom Ballon getrennt. Da die Rakete sich nicht durch die dichten Luftschichten bewegen muss, kann eine Rakete bei Einsatz auf einem Rockoon eine größere Höhe erreichen, als bei einem Start vom Erdboden.
Als Nachteil des Rockoon ist anzusehen, dass keine genaue Ausrichtung der Rakete möglich ist, weshalb aus Sicherheitsgründen ein großes Gebiet für den Niedergang des Flugkörpers abzusperren ist. Auch kann mit einem Rockoon keine zielsuchende Rakete sinnvoll abgefeuert werden, weshalb das Rockoon keine größere militärische Bedeutung hat. Ferner ist es wegen der Nichtsteuerbarkeit des Ballons auch nicht einfach den Niedergangsort einer zu bergenden Nutzlastkapsel festzulegen.
Weblinks
- http://www.astronautix.com/lvs/rockoon.htm
Jun
23
Verwitterungsgrus
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Als Verwitterungsgrus oder kurz Grus (niederdeutsch) bezeichnet man kleine, eckig-kantige, unregelmäßige Gesteinsstücke, die durch Abgrusung entstehen. Sie haben eine Korngröße von 2-6,3 mm.
Bei der Abgrusung bzw. Vergrusung zerfällt Felsgestein durch Verwitterung, vor allem durch Temperaturverwitterung. Diese Grusbildung hängt vom Gesteinsmaterial ab. Sie tritt vor allem bei widerstandsfähigem, körnigen Gestein wie Granit auf, das aus unterschiedlichen Mineralien zusammengesetzt ist. Bei einem starken Temperaturwechsel dehnen sich die verschiedenen Mineralien auf Grund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten nicht gleichmäßig aus, so dass sich der mineralische Zusammenhalt nach und nach lockert. Auch bei der Wollsackverwitterung entsteht Verwitterungsgrus.
Siehe auch: Grus, Kohlegrus
Jun
22
Trike
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Ein Trike ist
- ein motorisiertes, offenes Straßenfahrzeug mit drei Rädern.
- ein gewichtskraftgesteuertes Ultraleichtflugzeug (ein motorisierter Hängegleiter mit drei Rädern)
- ein dreirädriger motorisierter Pilotensitz für einen Motorschirm
- ein unmotorisiertes, offenes Straßenfahrzeug mit drei Rädern.
Jun
22
Verleih
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Das Wort Verleih bezeichnet den Vorgang, einen Gegenstand, zumeist gegen Gebühr an andere zu verleihen.
- für Filme an gewerbliche Kunden, siehe Filmverleih
- für Filme an Privatkunden, siehe Videothek
- bei Büchern, häufig auch Buchverleih genannt, siehe Leihbibliothek
- bei Autos, auch Autoverleih genannt, siehe Autovermietung
Jun
22
Kult (Begriffsklärung)
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Kult (v. lat.: cultus = Verehrung, Pflege) steht für:
- Kult (Religion), religiöse Kulthandlungen
- Neue religiöse Bewegung
- Kult (Status), das Phänomen von Kulturgütern, die unter ihren Liebhabern “Kultstatus” gewinnen
- Führer- und Personenkult zur übersteigerten Verehrung von Personen, insbesondere Machthabern
- Kult (Rollenspiel), ein Rollenspiel
- Kult (Band), eine polnische Punkrock-Band
Jun
22
Schließsystem
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Ein Schließsystem ist ein System von Schlössern und Schlüsseln, in dem einzelne Schlüssel mehr als ein Schloss entriegeln können.
Schließsysteme sind oft technisch sehr kompliziert, da man versucht, Nachahmungen in Form von Schlüssel-Kopien zu verhindern. In vielen Fällen sind Schließsysteme patentiert.
Klassisches Beispiel: Ein Mehrfamilienhaus, bei dem alle die Haustür öffnen können, aber jeder nur seine eigene Wohnungstür.
Jun
22
Fächerschleifscheibe
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Die Fächerschleifscheibe ist eine tellerförmige Schleifscheibe, bei der das Schleifmittel auf fächerförmig überlappenden Lamellen kreisringförmig aufgebracht ist.
1972 wurde sie - damals als “Schleifmopteller” der Firma Klingspor - zur Serienreife gebracht. Heute hat die Fächerschleifscheibe in der industriellen Metallbearbeitung die Schruppscheibe in vielen Bereichen verdrängt.
Schleifmopteller bestehen aus Zirkon- bzw. Normalkorundlamellen, die auf glasfaserverstärkten Kunstharztellern oder Glasgewebetellern gleichmäßig aufgebracht sind. Die Anordnung der Lamellen gewährleistet hohe Flexibilität und gleichmäßig hohe Schleifleistung. Die Vorteile gegenüber der Schruppscheibe liegen im niedrigen Lärmpegel und dem gleichmäßigen Schliffbild bis zum restlosen Verbrauch des Werkzeugs. Ebenfalls ist die Hand-Arm-Belastung des Arbeiters durch geringere Vibration und ein weicherers Schleifen deutlich geringer. Der im Vergleich zur Schruppscheibe deutlich niedrigere Geräuschpegel ist ein weiterer Punkt der für optimalen Arbeitskomfort sorgt. Die Schleifmopteller sind besonders für den Grob- und Zwischenschliff geeignet.
Sie werden auf allen Winkelschleifern ohne Stützteller eingesetzt.
Anwendungsbeispiele sind das Bearbeiten von Schweißnähten, Entgraten, Entrosten und Gußputzen.